Die neue Dorfkrippe von Thaur

Idee

   

Umsetzung

Standort


Von der Jubiläumskrippe zur Dorfkrippe


Ein langersehnter Wunsch ist im Krippendorf Thaur nun in Erfüllung gegangen. Bereits im Jahr 1996 wurde der Vorschlag im Krippenverein geäußert, auch in Thaur eine Dorfkrippe aufzustellen. Verschiedene Thaurer Künstler wurden angefragt, sowie ein Budget bereitgestellt. Nach vielen Diskussionen verschwand aber die Idee in der „berühmten Schublade“.

Im Jubiläumsjahr 2011 (100 Jahre Krippenverein Thaur) beschloss der Vorstand des Vereines, neben vielen Veranstaltungen im Jubeljahr (Reise Heiliges Land, Kalender, Wallfahrt, Landeskrippentag) auch nachhaltig eine Krippe zu bauen. Gesagt-Getan.

 

Bereits zum Landeskrippentag im Dezember 2011 konnte die Jubiläumskrippe eingeweiht werden. Der Krippenberg wurde von den Vorstandsmitgliedern selbst gebaut. In Anlehnung an die ältesten Krippendarstellungen (18. Jahrhundert) wurde die Tradition der „Papierkrippe“ wiederbelebt. Unser Vereinsmitglied und heimischer Krippenkünstler Franz Niederhauser jun. schuf Figuren und Landschaft. Nach Überlegung, die Krippe im Freien aufzustellen wurden die Figuren auf spezielle Holzplatten gemalt. Da das Aufstellen der Figuren mit Stahlstiften am Berg durch das Auftragen von „Krippenpudel“ (gefärbtes Sägemehl) schwierig war, konzipierte Obmann Martin Feichtner eine neue Technik. Der Krippenberg wurde mit Metallfarbe bestrichen und gefasst. Die Figuren bekamen Magnete auf der Unterseite, und somit war dieses Problem gelöst.

 

Die Jubiläumskrippe fand Heimat in der Afrakapelle von Familie Norz Rosi und Andreas in der Bauerngasse. Der Standort wurde für Krippeleschauger aber durch den rasanten Anstieg des Verkehrsaufkommens zunehmend „gefährlicher“. Auf der Suche nach einem besseren Standort wurde die Idee der Dorfkrippe wieder aufgenommen.

 

Der Vorstand des Krippenvereines wandte sich an die Gemeinde Thaur. Sowohl im Raumausschuss (Gestaltungskreis) als auch im Ausschuss für Sport und Kultur erhielten wir positive Signale. In den letzten drei Jahren wurden verschiedene Standorte ausgelotet und Geld für eine Neugestaltung budgetiert. Die Umsetzung erfolgte nun im Herbst 2020.

 

Die Dorfkrippe steht seit dem Barbaratag, 4. Dezember, im neu gestalteten Vigil-Widumsgarten zwischen Pfarrkirche Maria Himmelfahrt und Kindergarten Thaur, neben dem Ostaufgang zum Friedhof.

 

Wir danken den Thaurer Firmen und Personen, sowie allen Verantwortlichen in den Ausschüssen der Gemeinde Thaur:

Gestaltung, Idee und Umsetzung: Künstler Franz Niederhauser jun., Vorstand Krippenverein, Gestaltungskreis Dorfkern mit Architekt Peter Knapp

Holzkonstruktion und Lieferung: Romed Frech, Konrad Norz sen.

Spengler und Glasarbeiten: Bernhard und Ernst Pflanzner

Lichtgestaltung: Martin Feichtner, Markus Mayr

Borten: Regina und Romed Stemberger

Ausschüsse: Ing. Martin Plank (Sport und Kultur), Romed Giner (Raumordnung)

Subvention und Finanzierung: Gemeinderät(e)innen Thaur und Krippenverein Thaur

Zustimmung Standort: Pfarrkirchenrat Thaur

 

Somit schließt sich nach über 25 Jahren der Kreis um das Projekt „Dorfkrippe“. Eine große Überraschung erlebte ich beim Abholen der Krippenkoje bei der Firma Restaurator Niederhauser. Künstler Franz Niederhauser jun. hat auf den Seitenwänden als „Fensterbild“ die „Verkündigung Maria durch den Erzengel Gabriel“ und die „Flucht nach Ägypten“ dargestellt. Mit den Worten: „Das ist ein Geschenk an den Krippenverein Thaur von meiner Gattin Rosi und mir!“ war ich sprachlos und hocherfreut.

 

Möge die Dorfkrippe für alle Thaurerinnen und Thaurer, sowie Gäste aus Nah und Fern ein Ort der Besinnung und Danksagung sein. In der Weihnachtsbotschaft der Bibel liest man: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede den Menschen auf Erden, die guten Willens sind.

 

„Menschen guten Willens“ haben dieses Kleinod mitten im Krippendorf Thaur für uns alle und die nächsten Generationen geschaffen.

 

Gloria et pax

Martin Feichtner, Obmann Krippenverein Thaur